Die Geschichte des Auflage-Schießens


Ursprung und Inspiration

Im Jahr 2001 machte Georg Stapf Urlaub in Norddeutschland, wo er einen Schützenverein besuchte. Dort entdeckte er eine neue Disziplin: Das Auflage-Schießen mit dem Luftgewehr auf 10 Meter durch Senioren. In diesem Verein wurden bereits Meisterschaften in dieser Disziplin auf verschiedenen Ebenen ausgetragen.

Diese Idee fesselte Georg Stapf, einen eifrigen Schützen und Ehren-Gaujugendleiter aus Breitengüßbach. Da ihm die Ruhe und Kraft für das freihändige Mannschaftsschießen zunehmend fehlten, sah er im Auflage-Schießen eine ideale Alternative für ältere Schützen.

Die Gründung in Breitengüßbach

Im September 2001 organisierte Georg Stapf ein Probeschießen „Luftgewehr 10 m aufgelegt" bei der Schützengesellschaft 1965 e.V. Breitengüßbach. Teilnehmer waren auch Altersschützen von Freihand Pettstadt und der ASG Hofer Bamberg-Gaustadt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass weitere befreundete Vereine für diese Disziplin gewonnen werden sollten.

Im Dezember 2001 schrieb Stapf befreundete Vereine im Kreis Nord des Schützengaues an. Friedrich Hülsebusch, der 1. Vorstand des SV Pettstadt, sicherte spontan seine Unterstützung zu. Schnell fand sich eine stattliche Zahl an begeisterten Vereinen, woraufhin eine Einladung an alle Vereine im Landkreis Bamberg herausgegeben wurde.

Der erste Wettbewerb

Am Sonntag, dem 02. März 2002, startete im Vereinsheim der Schützengesellschaft 1965 e.V. Breitengüßbach das 1. Seniorenschießen im Schützengau Oberfranken – West.

Teilnehmende Vereine zur Premiere:

  • SG Breitengüßbach
  • Königshof
  • Freihand SV Pettstadt
  • A.H. Sassanfahrt
  • ASG Hofer Gaustadt

Ablauf und Ausrüstung:

  • Die benötigten Auflageböcke wurden von Georg Stapf im Vorfeld selbst gefertigt.
  • Pro Durchgang wurden jeweils 30 Schuss auf gewöhnliche Luftgewehr-Spiegel abgegeben.
  • Die Ergebnisse wurden über ganze Ringe mittels einer Auswertmaschine ermittelt.

Etablierung und Organisation

Die Auflage-Runde etablierte sich schnell im Landkreis Bamberg. Besonders die angenehme und kameradschaftliche Atmosphäre der Wettkampfnachmittage fand großen Anklang. Es wurde beschlossen, diese Form des Schießens auch in Zukunft für ältere Schützen fortzuführen.

Es wurde ein Leitungsgremium gebildet:

  • Senioren-Sprecher: Georg Stapf (Oberschützenmeister der SG Breitengüßbach)
  • Stellvertreter:
    • Friedrich Hülsebusch (1. Vorstand Freihand SV Pettstadt)
    • Viktor Sperling (ASG Hofer Gaustadt)
    • Elmar Ritter (ASG Hofer Gaustadt)

Gemeinsam legten sie die ersten Schießregularien fest, die in den folgenden Jahren weiter verfeinert wurden.

Wechsel der Verantwortung

Nach der Saison 2010/11 musste Georg Stapf sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Sein Stellvertreter Friedrich Hülsebusch würdigte ihn als einen engagierten Funktionär, der sich vorbildlich für das Schützenwesen eingesetzt hatte.

Schon in der Saison 2009/10 hatte Georg Stapf sich einen Nachfolger gesucht und den Schützen Eberhard Krause (ebenfalls aus Breitengüßbach und Teilnehmer der Freundschaftsrunde) angesprochen. Trotz anfänglicher Überraschung stimmte Krause zu. Er wurde in der Saison schon eingearbeitet und in einer Vollversammlung offiziell zum Sportleiter der Seniorenschützen für den Gau Ofr. West gewählt.